Über die Beschreibung des Farbphänotyps – also der Farbe oder der Farbmuster, die von außen erkennbar sind – kann es gelingen, über die Generationen hinweg den Farbgenotyp eines Alpakas zu identifizieren – also Farbe oder Farbmuster, die genetisch vorhanden, aber am Tier nicht direkt sichtbar sind.

Es gibt unterschiedliche Ansätze, die Farbgenetik bei Alpakas zu bestimmen. An dieser Stelle stützen wir uns auf eine Studie von Kylie Munyard aus dem Jahr 2011, die unter anderem anhand molekulargenetischer Untersuchungen durchgeführt wurde.

Studie_Farbgenetik Alpakas Munyard 2011

Zusätzlich zu den Grundfarben trägt die Bestimmung der Hautfarbe und bestimmter Farbkonstellationen und -kombinationen zur Bestimmung der Farbgenetik bei. 

Nicht selten ist eine eindeutige Bestimmung des Farbphänotyps schwierig, weil mehrere Farbanteile oder Farbmuster gleichzeitig auftreten können. In diesen Fällen wird die Kategorie angegeben, die von der Erscheinung her überwiegt oder am deutlichsten hervortritt.

Beispiel: Die Haut um die Augen und das Maul sind rosa, es sind aber kleine dunkle Sprenkel oder Flecken zu sehen. Ist der Anteil der dunkleren Hautstellen minimal, dann kann das Tier der Farbkategorie 1 (rosa Haut) zugeordnet werden, bei berwiegend dunklen Farbanteilen der Farbkategorie 2 (schwarze Haut).

Nachstehend sind anhand von Fotos einige Beispiele zu finden, die helfen, die einzelnen Farbcharakteristiken zuzuordnen, zum Beispiel auch, wenn diese bei der Registrierung der Tiere eingetragen werden sollen.

Beispiele zur Erhebung des Phänotyp Farbe